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Rose McLoud oder Im Banne des Wolfes
... Rose, Lochlan und Lillian begaben sich in das Klassenzimmer zu Telepathie und Telekinese. Hier wartete bereits Madam Rigantonas Bruder Connor Romsdal mit den anderen drei Schülerinnen. Nachdem sie den Lehrer und ihre Freundinnen über den Zustand von Cameron informiert hatten, konnte der Unterricht beginnen. Der Lehrer hatte einen Korb ans Ende des Klassenzimmers gestellt. Jeder Schüler hatte vor sich auf dem Tisch einen Tennisball liegen. Diesen sollten sie mittels ihrer Gedanken in den Korb legen. „Ich möchte nicht, dass der Ball im Korb aufklatscht“, erklärte der Lehrer, „lasst ihn sanft hineinschweben. Ich will es nicht hören, wenn er in den Korb fällt.“ Für Rose war diese Aufgabe nicht schwierig. Sie hatte sie in kürzester Zeit gelöst. Die anderen brauchten um einiges länger, aber es gelang fast allen. Nur bei Lillian, die erst seit kurzer Zeit Unterricht hatte, war der Aufprall des Balles zu hören. Professor Romsdal ging zu ihr und stellte sich hinter sie: „Pass auf, Lillian, wenn ihr euch im Wald Dinge zuwerfen müsst, kann es um Leben und Tod gehen. Also streng dich an. Ich weiß, dass du es kannst. Du musst dich nur richtig konzentrieren. All deine Gedanken müssen auf den Gegenstand gerichtet sein, den du bewegen willst und dann auf das Ziel. Erst wenn das Objekt das Ziel erreicht hat, dürfen deine Gedanken loslassen. Versuch es noch einmal!“ Lillian richtete ihren Blick auf den Ball und befolgte die Anweisungen des Lehrers. Diesmal gelang das Experiment. Professor Romsdal nickte anerkennend. „Dein Onkel hat Recht, du bist eine sehr gelehrige junge Dame. Jetzt aber wird es schwieriger. Ihr könnt in eine Situation kommen, in der ihr euch nur mit Gedanken verständigen und dabei ein Objekt, was auch immer es sein mag, von einem zum anderen weiterreichen müsst. Den Gegenstand schweben zu lassen ist die leiseste Art, denn auch das Zuwerfen kann schon ein Geräusch verursachen, das unliebsame Kreaturen des Waldes auf euch aufmerksam macht. Ihr müsst also die Telekinese mit der Gedankenübertragung verbinden. Der andere muss ja wissen, dass ihr ihm etwas zukommen lassen wollt. Hier ist ein Stock. Ihr geht jetzt zu zweit zusammen und schließt die Augen. Auch im Wald ist es dunkel. Ihr könnt den anderen fühlen, ihr könnt seine Gedanken lesen. Jetzt schickt den Stock auf die Reise. Nein, Dana, diesmal gehst du nicht mit Carlin zusammen, stell dich bitte zu Lochlan. Susan, du gehst zu Dana. Also los! Lasst sehen, was ihr bereits gelernt habt!“ Der erste Versuch endete in einer mittleren Katastrophe. Susans Stock landete auf Danas Stirn, ehe diese zugreifen konnte und Carlins Stock traf Lochlans Nase, was bei der einen eine Beule, beim anderen eine blutige Nase zur Folge hatte. Nur Rose hatte es geschafft, Lillian den Stock in die Hand zu spielen. Doch Professor Connor ließ sich durch das Wehgeschrei der beiden Schüler nicht beirren. Nach einem kurzen Besuch im Krankenzimmer konnte der Unterricht fortgesetzt werden. Der Lehrer ordnete einen Wechsel an. Lillian schickte nun ihren Stock zu Rose. Er flog zwar schnurgerade in die richtige Richtung, schlug aber kurz vor Rose auf dem Boden auf. Lillian, hatte sich wieder nicht bis zu Ende konzentriert. Der Lehrer ermahnte sie nochmals, nicht zu früh loszulassen. Erst wenn sie fühlte, dass der andere das Zielobjekt übernommen hatte, durfte sie aufhören. Dana war es gelungen, Susan den Stock in die Hand zu spielen und Lochlans Stab war ebenfalls richtig gelandet. Danach beendete Connor Romsdal die Unterrichtsstunde. Er ermahnte jedoch seine Schützlinge: „Ihr müsst bis zur nächsten Stunde fleißig üben. Ich möchte, dass dann jeder jedem alles zuspielen kann. Ihr müsst euch ohne Ausnahme aufeinander verlassen können.“ ... |
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| 2009-12-06 | Lesung Doris Pikal Gemeindesaal Rodaun |
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| 2009-06-05 | Lesung Andrea Reiter-Verner VHS Hernals |
Literaturjournal Carpe Diem |
| 2009-05-27 | Lesung Christa Schlögl Brunn/Geb. |
Gemeindezeitung Brunn/Geb. Literaturjournal Carpe Diem |
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